Grußwort des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling

Eine nachhaltige Flächenentwicklung, eine effiziente Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands und die Schaffung eines gesunden Lebensumfeldes sind angesichts begrenzter Ressourcen und des demographischen Wandels zentrale Herausforderungen der Umwelt-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftpolitik. Die Implementierung des Flächenrecyclings in die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie verdeutlicht den gesellschaftlichen Stellenwert. Zielgröße ist die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme auf 30 ha/ Tag im Jahr 2020.

Das moderne Flächenmanagement, das Boden- und Bauschuttmanagement einschließt, beruht auf der Wiedernutzbarmachung aufgegebener Gewerbe-, Industrie- und Militärstandorte. Neben der Beseitigung städtebaulicher Missstände lassen sich auf diesem Weg zahlreiche Altlastenprobleme lösen. Die Revitalisierung erfüllt die seit Jahrzehnten etablierte Forderung nach mehr Innenentwicklung der Städte statt Außenentwicklung als Grundsatz einer nachhaltigen Flächenhaushaltspolitik.

Nutzungsänderungen erfordern Eingriffe in Boden und Bausubstanz, die zum Kontakt mit Kontaminationen führen können. Die Modernisierung von Produktionsstätten unterliegt einer zunehmend umweltorientierteren Gesetzgebung. Bei der Handhabung von umweltgefährdenden Medien ist ein sachgerechtes, wirtschaftliches und nachhaltiges Schadstoffmanagement auf der Grundlage verbindlicher Qualitätsstandards gefordert. Bund und Länder beschränken sich hier zunehmend auf die Vorgabe der Randbedingungen und Schutzziele. Altlasten sind nach wie vor ein Entwicklungshemmnis – die Darstellung und Quantifizierung der Risiken ist eine Voraussetzung für das finanzielle Engagement der Investoren. Für die Klärung der Details und die praktische Umsetzung ist das Fachwissen der großen Anzahl von Experten in Deutschland gefragt.

Durch Entwicklung integraler Konzepte sind technische Lösungsansätze mit rechtlichen, sozio-ökonomischen und ökologischen Anforderungen in Einklang zu bringen. Die Zukunftsherausforderungen liegen in der Entwicklung intelligenter Sanierungslösungen und praktikabler Finanzierungsstrategien, der Schaffung eines fundierten Bodenbewusstseins und einer Erhöhung der Akzeptanz für das Flächenrecycling in der Öffentlichkeit.
Die DCONex 2011 ist das ideale Forum für Interessierte, Kunden und Aussteller, um sich auf kurzen Wegen ausführlich über das komplexe und facettenreiche Thema „Schadstoffmanagement" zu informieren, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Durch das branchenübergreifende Zusammenwirken der beteiligten Fachverbände und Organisationen bietet die Kongress-Messe eine Plattform für den ganzheitlichen Umgang mit Schadstoffen. Fragen nach der Untersuchung, Bewertung, Sanierung und Entsorgung von Schadstoffen in Gebäuden, Bausubstanz, Boden und Grundwasser, Arbeitsschutz und Prävention werden von den Experten an den Ausstellungsständen und den Referenten kompetent beantwortet.

Wir wünschen Ihnen informative und erfolgreiche Tage und freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Messestand.

Sabine Gier
Geschäftsführerin des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling

Presse-News

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